Ein Klettersteig-Rennen der Superlative im Dachsteingebirge

Es gibt Wettkämpfe, die beeindrucken – und es gibt „Race the Skywalk“. Dieses einzigartige Speed-Klettersteigrennen in Ramsau am Dachstein ist mehr als nur ein sportliches Event. Es ist ein Fest der Kraft, der Präzision und des Mutes. Ein Rennen, bei dem der Himmel zum Ziel wird – und der Weg dorthin durch senkrechte Felswände führt.

Die Strecke – 320 Meter Adrenalin

Die Rennstrecke ist der berüchtigte Skywalk-Klettersteig, einer der schwierigsten Eisenwege der Ostalpen. Der Startpunkt liegt auf einer Höhe von über 2.500 Metern. Da kann die Luft ganz schön dünn werden. Mit einer Länge von 320 Metern und 140 Höhenmetern verlangt er den Athlet/innen alles ab. Die Schwierigkeit liegt bei D/E, was bedeutet: extrem steil, ausgesetzt und technisch anspruchsvoll.

Normalerweise braucht man für diesen Steig laut den bekannten Klettersteigführern vom Bruckmann Verlag, Alpinverlag (Bergsteigen.com) oder dem Schall-Verlag, gut gesichert, d.h. immer mindestens 1 Karabiner ist geschlossen im Stahlseil eingeklinkt, rund 60 bis 90 Minuten – doch als ich, Armin Huber, bei diesem einzigartigen Rennen am Start gewesen bin, wusste ich im Vorfeld nicht, wo die Zeit stehen bleiben wird. Immerhin nach 14:31 Minuten kam im Himmel oben, auf der Zielstation direkt an der Bergstation der Hunerkogelbahn an. Was für ein Glücksgefühl! Im Anschluss nahm der Moderator mich in den Arm und gratulierte mir zum 6. Platz. Einen Top Ten Platz, bei den besten Klettersteiggehern im Alpenraum, fühlte sich MEGA an für mich. Nur gut 3 Minuten, nach dem Besten und Rekordhalter, keinem geringeren als dem bekannten österreichischen Langlauf – Olympiasieger Christian Hoffmann (11:08 Minuten).

Emotionen pur – zwischen Fels und Himmel

Was dieses Rennen so besonders macht, ist die Kombination aus sportlicher Höchstleistung und alpiner Dramatik. Die Athlet:innen kämpfen sich durch überhängende Passagen, queren glatte Platten und steigen senkrecht Richtung Skywalk-Plattform – immer mit dem Mont Blanc im Blick und dem Applaus der Zuschauer im Ohr.

Die Atmosphäre ist elektrisierend: Zuschauer stehen an der Bergstation, feuern an, jubeln – und erleben hautnah, wie sich Menschen über ihre Grenzen hinaus bewegen. Es ist ein Moment, in dem Mut, Technik und Leidenschaft verschmelzen.

Sicherheit und Exklusivität

„Race the Skywalk“ ist kein Massenrennen. Nur ausgewählte Sportler:innen aus den Bereichen Klettern, Skibergsteigen, Trailrunning und Mountainbike werden eingeladen. Die Sicherheit steht dabei an oberster Stelle: doppelte Einhängpflicht, geprüfte Ausrüstung und erfahrene Bergführer sorgen für einen sicheren Ablauf.

Ein Rennen, das inspiriert

Ob als Teilnehmer:in oder Zuschauer:in – „Race the Skywalk“ hinterlässt Eindruck. Es zeigt, was möglich ist, wenn Technik, Training und Herzblut zusammenkommen. Es ist ein Rennen, das nicht nur die Muskeln fordert, sondern auch den Geist beflügelt.

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